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Donnerstag, 21. Mai 2026

Expeditionsbericht: Eine Reise bis ans Ende der Welt

Wer geglaubt hat, die Erforschung der realen Widersprüche der Gesellschaft stoppe an der kontinentalen Küstenlinie, wird durch die monumentale Abgabe 41 vom 21. Mai 2026 eines Besseren belehrt. In einer anstrengenden Aktion, die sich über fünf logistische Pakete (pkt1/5 bis pkt5/5) erstreckt, kartografiert der Feldforscher das, was wir im weitesten Sinne als das Ende der Welt bezeichnen dürfen. Ob es sich dabei um das geografische Ende (den Pazifik), das historische Ende (Atlantis) oder das finale eschatologische Ende (die Apokalypse) handelt, bleibt der hermeneutischen Arbeit des Finders überlassen.

Hier ist das amtliche Protokoll einer Reise, die systematisch Lösungen für jene Probleme anbietet, die wir ohne diese Bücher gar nicht erst bemerkt hätten.

Etappe 1: Mysterien und apokalyptische Vorboten (bgb41-2026-pkt1/5 & pkt2/5)

Die Reise beginnt aufgewühlt. Am Standort #hcslcs41b wird der Passant zunächst mit den Rätseln der Osterinsel (Jean Prachan, 2025D042-10c) konfrontiert, um direkt danach in den apokalyptischen Abgrund zu blicken. Mit Andrevons „Neutron“ (2025D119-1a) wird das Ende der Zivilisation literarisch eingeleitet.
Wer gehofft hatte, am Standort #hcslcs41a (Paket 2) Trost zu finden, wird enttäuscht, aber intellektuell exzellent bedient:
Hoimar von Ditfurths Klassiker„So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen“ (2025D119-1) liefert das naturwissenschaftlich fundierte Protokoll des nahenden Untergangs.
James Morrows„So muss die Welt enden“ (2025D135-2) und Michael Greens„Der jüngste Tag“* (2026A001-4i) assistieren tatkräftig dabei, den Ernst der Lage unmissverständlich zu untermauern.

Etappe 2: Das versunkene Ende – Die Atlantis-Konzentration (bgb41-2026-pkt3/5)

Der Büchercache #hcslcs44 mutiert mit diesem Paket zu einer temporären Forschungsstation für antike Katastrophen. Hier zeigt sich die feldforscherische Gründlichkeit, die Dialektik scheut, aber das Paradoxon liebt:

Die Tollmanns brechen mit „Und die Sintflut gab es doch“ (2026A042-5) die Lanze für die historische Wahrheit des Mythos.
Das Thema Atlantis wird triadisch eingekreist: kulturwissenschaftlich-skeptisch über das von Edwin S. Ramage herausgegebene Werk (2024B042-6a), legendär-analytisch durch J. V. Luce (2026A042-6) und schließlich zeitgenössisch-narrativ mittels Andreas Wilhelms „Projekt Atlantis“ (2026A042-6b). Ein intellektueller Strudel, aus dem es kein Entkommen gibt.


Etappe 3: Verschollen im Teufelsdreieck (bgb41-2026-pkt4/5)

Haben wir die versunkenen Reiche passiert, steuert die Expedition unter der Kennung #hcslcs41 direkt in die Anomalie des Raumes. Das Bermuda-Dreieck ruft.

Mit Martin Ebon (2024A042-8) und Charles Berlitz’ „Spurlos“ (2025D042-8b) wird das Verschwinden zur Methode erhoben.
Flankiert durch Meckelburgs „Traumsprung“ (2025D207-1) wird dem unbedarften Passanten klargemacht: Das Ende der Welt ist kein Ort, sondern ein Zustand, in dem die Gesetze der Alltagslogik außer Kraft gesetzt sind.

Etappe 4: Die ultimative Grenzerfahrung – Allein auf dem Ozean (bgb41-2026-pkt5/5)

Der triumphale Abschluss der Abgabe 41 erfolgt am Standort #hcslcs43. Hier wird das „Ende der Welt“ im heroischen Selbstversuch bezwungen:

Thor Heyerdahls legendäre „Kon-Tiki“-Expedition ist gleich doppelt vertreten (2025D042-10 und im Großen Heyerdahl-Buch 2025D042-10b), um das Überqueren des Pazifiks auf einem Floß als ultimative soziologische Kleingruppen-Herausforderung zu würdigen.
Wem das noch zu viel Gesellschaft war, der greift zu Gérard d'Aboville: „Allein im Ruderboot über den Pazifik“ (D042-10a).

Damit der Leser bei so viel maritimem Existenzialismus nicht die Orientierung verliert, liefert Robert I. Suttons „Der Querdenker-Faktor“ (2025D120-1) das nötige Rüstzeug, um auch mit unkonventionellen Ideen (wie dem Rudern gegen die Apokalypse) am Ende erfolgreich zu sein.


Bilanz

Die Abgabe 41 stellt eine Kenntlichmachung menschlicher Grenzdiskurse dar. Sie wirft die  Frage auf: Wenn alles, was im öffentlichen Raum geschieht, eine Lösung ist – welches unermessliche Problem verlangte dann nach einer derart geballten Ladung aus Apokalypse, Atlantis und pazifischer Einsamkeit in den Bücherschränken der Region?

Die Erkundung läuft. Die Bücher sind platziert. Das Ende der Welt ist bereit für seine Entdecker.




Montag, 3. November 2025

Fundstück: Raubbau #bücherschränke

Alles was im Überfluss verfügbar ist, kann prinzipiell einem Raubbau anheim fallen. Dazu zählen beispielsweise Erdöl, Brennesseln, Gold, non-fictional-tokens, Meeresfrüchte, Menschen, Tiere, Wälder, Gummibärchen, Staatsschulden, Atmosphäre, Bienenhonig, der erdnahe Orbit oder eben auch Bücher in Bücherschränken.

Hä? Kann das sein? Raubbau an Bücherschränken? Warum das denn?








Wenn man darüber nachdenkt, dass Bücher in jeder Hinsicht nur selektiv von Bedeutung sind, auch dann, wenn sie zu nicht-literarischen Zwecken benutzt werden, wie z.B. Beispiel als Bastelmaterialien oder für künstlerische Zwecke, so wird man leicht einsehen, dass die Komplettentnahme nur wenig sonstige Möglichkeiten des Begehrens wahrscheinlich macht, erst recht, wenn man Selektivität in Rechnung stellt.

Wenn nun jede Nutzung selektiv ist, so kann man sich fragen, welchen selektiven Grund die Komplettentnahme hat. 

Meine Vermutung: Brennstoffverwertung.


Ich weiß gewiss nicht, ob das in dem oben gezeigten Bild der Fall ist, aber wenn man darüber nachdenkt, fallen einem so viele andere Möglichkeiten auch nicht ein.


Mittwoch, 20. August 2025

Abgabe 55, Stadt Gießen

Das Konzept von Hocus Locus fasse ich auf als eine spezielle Variante von Geocaching. Der Hocus Locus ist ein Büchercache und kann wie jeder andere aufgesucht werden. Wenn man will kann man als Kommentar einen Cache-Log dokumentieren. Interessant wird das Ganze dann, wenn man die Kommentare mit einem geeigneten Ding auswerten lässt.

Heute war ich in Gießen und habe in #hcslcs41a, #hcslcs44, #hcslcs41 und #hcslcs39 diese Spur hinterlassen:








Die zweite Schöpfung und die Fragmentierung des Humanen – Zur Abgabe 42

Am heutigen Tag, dem 23. Mai 2026, dokumentiert die Erfassung der Abgabe 42 eine Deponierung von Büchern im öffentlichen Raum der Region 03....